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Bundesverband
der Motorradfahrer e.V.
Bundesverband
der Motorradfahrer e.V.
[nom]
Das gibt es bei der BVDM-Geschäftsstelle:
PlakatvordruckeA2* 0,50 DM/Stück · Jahreszahlanhänger, 20x7 mm, mit
Urkunden A 4 * · 1 00 DM/Stück · zwei länglichrunden Ringen, geprägt,
’ · altsilberfarbig,
Das BVDM-Emblem als: · ‘ · für 1986 solange Vorrat reicht, für1987
Aufkleber @ 6 cm · 1 00 DM/Stück · auf Vorbestellung · 0,50 D M / S t ü c k
.. · .. · Organisations‐Material, Briefpapier,
Aufnaher · 3'00 DM/StUCK · Umschläge, Kurzbriefe,Blankovisiten‑
Anstecknadel · 3,00 DM/Stück · karten ect. _ kostenlos.
Plakette, @ 20 mm, reliefgeprägt, alt‐ · Papier mit blauem Kopf in kleinen
silber, für Pokale ect. - kostenlos. · Mengen - kostenlos.
Kopiervorlagen mit dem Motiv „Tourenfahrer” und „Gespannfahrer" in verschie‑ denen Größen ‐ kostenlos (Siehe Ballhupe 2 / 8 6 , Seite 18).
Kopiervorlagen für Nennungs- und Anmeldungsformulare mit Haftungsausschluß‑ erklärung, Teilnehmer‐ und Anwesenheitslisten ‐ kostenlos.
Faltblätter „Mensch Meier - Mensch Motorradfahrer" fürVeranstaltungen, an denen auch Autofahrer angesprochen werden ‐ kostenlos.
Von unserer__Zeitung, der Ballhupe, können weitere Exemplare für Werbung, Infor‑ mation und Offentlichkeitsarbeit bestellt werden, ebenso von der Broschüre über das Abnehmen des Helmes nach einem Unfall - kostenlos.
' ) A u c h m i t Zusatztext, Name d e s Vereins, B e z e i c h n u n g d e r Ve r a n s t a l t u n g ect. n a c h Absprache.
BVDM-Geschäftsstelle, Frankfurter Str.12, 6204 Taunusstein 4‚Tel. [téléphone]
Beim BVDM-Service könnt I h r noch mehr bestellen:
Neue Aufkleber mit den Motiven „Tourenfahrer” und „Gespannfahrer”. Preis pro
Stück 1,00 DM, bei Einzelbestellung für 1,50 DM Briefmarken schicken, Sammel‑ und Clubbestellungen Scheck beilegen. (1,00 DM pro Stück).
Der Leitfaden für Freunde des Gespannfahrens, dritte erweiterte Auflage kostet
18,50 DM, für BVDM‐Mitglieder auch weiter 15,00 DM (bei Vorauszahlung).
Das getestete Kryptonite-Motorrad-Bügelschloß MC, können wir unseren Mit‑ gliedern zum Sonderpreis von 110,00 DM - empfohlener Ladenverkaufspreis ca.
160,00 DM ‐ anbieten.
(Preis inklusiv MWSt., Porto, Verpackung bei Vorauszahlung auf das Konto des BVDM‐Service, oder Scheck schicken;
Nass. Sparkasse Taunusstein (BLZ 51050015) Konto-Nr. [téléphone] oder
PgiroA Frankfurt 200 65‐607).
BVDM-Service, Frankfurter Str. 12, 6204 Taunusstein 4, Telefon [téléphone]
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Der BVDM ist Mitglied im DVR
Seit dem 20. Februar 1986 ist der BVDM erneut D · “ " ;
Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat
(DVR). Schon vor einigen Jahren hat es mehrere Anlaufversuche gegeben; aufgrund von
Mißverständnissen im BVDM und zwischen BVDM und DVR kam keine ordentliche
Zusammenarbeit zustande. Der Bundesvorstand hat jetzt einstimmig den neuen Antrag gebilligt und mich damit beauftragt, die lnteressen unseres Verbandes beim DVR wahrzunehmen.
Was ist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat? lm DVR sind derzeit 265 Verbände, Clubs, lnstitutionen, Firmen, Gesellschaften, Genossenschaften und Behörden „zu einem g e ‑ meinsamen, sinnvollen und wirksamen Handeln zur Erhöhung der Verkehrssicherheit" zusammengeschlossen. Der DVR wurde 1969 gegründet und ist ein eingetragener
Verein mit Sitz in Bonn.
Wenn auch nicht alle DVR‐Mitglieder im gleichen Maße direkt mit Verkehrssicherheits‑ arbeit zu tun haben, so ist es die erklärte Aufgabe des DVR, durch eine vielfältige Palette von Maßnahmen das Verhalten der Menschen in unserer Gesellschaft dahin zu beein‑ flussen, daß der einzelne sein Sicherheitsbewußtsein schrittweise entwickelt und es im täglichen Verkehrsgeschehen in praktisches Handeln umsetzt. Hierfür entwickelt der
DVR in enger Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und unter Einschaltung der
Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) und der Hochschulen Bildungs- und infor‑ mationsprogramme, die von den einzelnen Mitgliedern in die Praxis umgesetzt werden und so eine breite Bevölkerungsschicht erreichen. An dieser Arbeit wollen wir uns beteiligen.
Bisher wurden verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der „Sicherheit auf allen
Wegen” durchgeführt. Aber auch ganz besondere Zielgruppen wurden angesprochen, durch Programme wie z.B. „Kind und Verkehr", das „Seniorenprogramm", „Aktion
Sicherheitsgurt", „Fünfzig Kubik” und das „Zweiradtraining”. Und die Arbeit zeigt Erfolg:
Trotz einer Verdoppelung des Verkehrsaufkommens ist die Zahl der Verkehrstoten seit
1970 um die Hälfte zurückgegangen. 1980 setzte der DVR sich das Ziel, 1985 unter
[adresse] zu kommen; wir hatten 8400!
Über die zu ergreifenden Maßnahmen, über die Entwicklung und Gestaltung von
Programmen beraten verschiedene Arbeitsausschüsse. Es gibt einen Ausschuß für
„Straßenverkehrstechnik", für „KFZ-Technik", für „Erwachsenenaufklärung" und für
„Gesetzgebung und Exekutive". Außerdem gibt es den Ausschuß „ J u n g e Kraftfahrer", der sich u.a. auch mit dem Problem der Zweiradsicherheit befaßt. in diesem, und in dem
Ausschuß „KFZ-Technik", sind wir seit dem 24. Juni nunmehrvertreten.Wenn Aktionen beschlossen sind, werden sie von den einzelnen Mitgliedern durchgeführt und auch finanziert; der DVR ist dabei nur der Vermittler zwischen den Mitgliedern und zwischen den Mitgliedern und der Öffentlichkeit.
Der DVR bietet uns die Möglichkeit, unsere Vorstellungen von Zweiradsicherheit in einem größeren Kreis von Experten zu erörtern; der DVR ist heute das Forum,wo rele‑ vante verkehrspolitische und verkehrstechnische Fragen erörtert werden und in einem nicht unerheblichem Maße in die allgemeine verkehrspolitische Arbeit von Regierung und Parlament hineinfließen. Wir erhalten außerdem die Möglichkeit, uns an aktiver
Verkehrssicherheitsarbeit zu beteiligen; wir werden Partner finden, die Willens und in der Lage sind, uns bei unseren Bemühungen behilflich zu sein. in diesem Sinne hoffe ich noch auf viele Jahre guter Zusammenarbeit.
Euer Henning Knudsen
. · @[lien]@G
D a s Preisausschreiben g e h t w e i t e r
Der Bundesverband der Motorradfahrer e.V.
(BVDM) sucht die
Motorrad(un)freundliche Stadt.
Helfen Sie dem BVDM herauszufinden, in welcher Stadt etwas für die
Motorradfahrer getan wird, und wo noch etwas verbessert werden muß!
Unter allen Einsendern werden wertvolle Sachpreise verlost!
Teilnahmebedingungen: Sie schreiben uns die positiven und negativen
Erfahrungen, die Sie in Ihrer Stadt gemacht haben. Dazu einige Beispiele:
. Motorradparkplätze (mit Lagebeschreibung, baulichem Zustand, Fremdbenutzung durch
Autofahrer, Auslastung).
. Leitplanken (werden überflüssige und gefähr‑ liche Leitplanken entfernt oder entschärft?)
O Ausbesserung von Straßenschäden (werden
Längsfugen vermieden? Sind Baustellen aus‑ reichend gesichert?)
. Fahrverbote für Motorräder?
. Kuchenblech‐Nummernschilder?
. Willkürliche Behandlung von Motorradclubs.
Ihre Beiträge brauchen keine künstlerisch wertvollen Arbeiten darzustellen, sie sollen schlicht und einfach informativ sein; ergänzende Fotos sind herzlich willkommen.
Senden Sie Ihre Erfahrungen bis zum 31. August 1986 an:
Jörg Riepenhusen
Stichwort „BVDM-Preisausschreiben”
Bodelschwinghstr. 17b, 4400 Münster‐Hiltrup
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich be‑ nachrichtigt. Alle Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Ihre Erfahrungen werden dem BVDM eine wesentliche Unterstützung in dem Bemühen sein, Einfluß auf eine motorradfreundliche Verkehrspolitik zu nehmen.
& ®®üübü@®
3/86
Inhalt
Einladung zur JHV .
Hinweise der Mitgliedervewvaltung
Sperrung der Brennerbundesstraße
Stellenausschreibung: Filmreferent
Zur Veranstalter‐Haftprichtversicherung
Kartenvorverkauf zur IFMA .
Neuer Zentralruf der Autoversicherer .
Bilanz des Conti-Treffens
Kritik an Honda-Seitenständern .
Buchtip: Honda, von M.Woollett
Buchtip: Motorradfahren - ja, aber .
Gefahrenpunkt Autobahnauffahrt
Umrüstung von Mopeds
Rache im Straßenverkehr
Termine
Kleinanzeigen · . . .
Verbesserung an Hartmann‐Schwingen .
Schloßtest
Der Kupferwurm
Unterwäsche-Test . · . . . .
Abgase: Vergleich Motorrad/Auto .
Leserbriefe · . . . . . . . . .
Rückblick auf die Deutschlandfahrt '86 .
Stoppt den Sportsohwund!
Nachruf: Dieter Beil
Aus den Clubs, |Gen und Landesverbänden
Einkaufsbummel mit Hindernissen .
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Titelbild: Motorradfahrers Urlaubszeit, gesehen im „Fahrerlager”
Foto: Sigrid Briel der Jux-Rallye des LV Rhein-Ruhr.
Foto: 4. Umschlagselte: Harz-Idylle.
Foto: Jörg Riepenhusen
@[lien]
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AKTUELL .. _ _ _
Einladung
zur Jahreshauptversammlung ’86
Alle Mitglieder sind eingeladen, am Samstag, dem 27. September 1986, zur Jahreshaupt‑ versammlung des BVDM nach Mainkling zu kommen.
Beginn: 19.00 Uhr.
Ort: · Gasthaus „Zur Eiche” in Mainkling.
(Siehe Kartenausschnitt)
Tagesordnung:
- Bericht des 1.Vorsitzenden, des 1. Geschäftsführers, des Schatzmeisters und des Sportwartes.
- Bericht der Kassenprüfer.
- Berichte der Referenten und
Ausschußvorsitzenden.
- Ernennung des Versammlungsleiters und
Aussprache über die Berichte.
- Entlastung des Vorstandes.
- Neuwahl der Kassenprüfer.
- Verschiedenes.
Für den Vorstand
Klaus Schumacher
Gastgeber und Ausrichter dieser Jahres‑ hauptversammlung sind die Horex- und Ge‑ spannfreunde Mainkling.
- Vorsitzender Fritz Leidig, Hauptstraße 31
7189 Mainkling, Telefon 079 59 ‐ 634.
Ein Zeltplatz wird in der Nähe des Tagungs‑
Iokales eingerichtet, preiswerte Zimmer sind ausreichend vorhanden. Bei Zimmerreservie‑ rung, wendet Euch bitte an den Veranstalter.
3/86
Schwäbisch Gmünd · Aalen · °//Nördiingen
Einladung
zur gemeinsamen Sitzung des Gesamtvor‑ vorstandes und des Bundesbeirates am 27. September 1986.
Alle Vorstandsmitglieder, Referenten und Ko‑ ordinatoren der Landesverbände, Ortsclubs und Interessengemeinschaften sind einge‑ laden.
Ort: Gasthaus „Zur Eiche" in Mainkling, Beginn 14.00 Uhr.
Tagesordnung:
- Bericht über Elefantentreffen,
Tag des Motorradfahrers, Contitreffen, Deutschlandfahrt und lFMA.
- Diskussion über die zukünftige Gestaltung dieser und anderer Veranstaltungen und neuer Vorschläge.
Es liegen keine Anträge vor und es finden keine Vorstandswahlen statt, deshalb ist aus‑ reichend Zeit über grundsätzliche Fragen und
Zukunftsprobleme zu diskutieren. Bringt reichlich gute ideen mit. „_
Fur den Vorstand
Klaus Schumacher
%Uütaeape
3/86
Von der Mitgliederverwaltung an ihre Mitglieder
- Leider haben noch nicht alle Mitglieder ihren Beitrag gezahlt. Diese möchten wir auffolgende Termine aufmerksam machen:
Anfang September wird der 1. Mahnlauf für
Neumitglieder durchgeführt, die bis zum
- Juni 1986 eingetreten sind. Ebenso wird der 2. Mahnlauf für alle Mitglieder, die bis dahin nicht bezahlten, erfolgen.
Anfang Oktober erfolgt der Rechtsanwalt‑
Mahnlauf.
Um Euch und uns viel Ärger und Arbeit zu ersparen, bitten wir die Beiträge noch vorher zu überweisen.
- An alle Ortsclubs‚ manchmal haben wir Schwierigkeiten, jemanden aus dem Vorstand zu erreichen, derfür eine bestimmte Sache zuständig ist.
Sucht bitte jemanden in eurem Club, der
Ansprechpartner für den BVDM ist.
Manche Information könnte schneller flie‑ ßen und Fragen schneller geklärt werden.
- Wenn Ihr umzieht, vergeßt bitte nicht der
Mitgliederverwaltung die neue vollstän‑ dige Adresse mitzuteilen. Es ist viel Arbeit, sie über die Post und die Einwohnermel‑ deämter zu erfahren.
Außerdem müßt Ihr länger auf die Ballhupe und andere Nachrichten warten.
Margot Wittke
Brennerbundesstraße zu ! !!
Wieder einmal hat eine Verwaltung zugeschla‑ gen und danebengehauen. Seit dem 4. Juli
1986 ist der Ort Matrei an der B 182, der
Brennerbundesstraße, für Motorradfahrer ge‑ sperrt. Die Bezirkshauptmannschaft Inns‑ bruck begründet diese Maßnahme mit der
Häufung der Klagen von Anwohnern über den
Verkehrslärm, vor allem zur Ferienzeit. Jedoch drängt sich derVerdacht auf, diese Lösung sei ein Politikum auf Kosten einer Minderheit, denn Busse, LKW und PKW dürfen weiterhin die Bundesstraße in Matrei benutzen. Als ob diese Fahrzeuge keinen Lärm emittieren würden.
.
Da es keine Umgehung um Matrei gibt, bleibt dem Motorradfahrer nur noch der Ausweg
Autobahn.
Die Folge für die Motorradfahrer:
. Es gibt fast keine gebührenfreie Möglich‑ keit mehr in dieserGegend, um nach Italien zu kommen.
0 Fahrt der Motorradfahrer nur das nötigste
Stück Autobahn, nämlich die 5 bis 6 km um
Matrei herum, kostet ihn das 90 Schilling.
Die Folge für die Österreicher:
. Die Motorradfahrer werden auf die Auto‑ bahnen gezwungen. Dadurch werden viele erst gar nicht auf die Idee kommen, daß
Österreich auch ein schönes Urlaubsland sein kann. Vielmehr wird Austria nur noch zum Durchreiseland. Auch werden den
Anliegern der „Transitstrecken" etliche
Übernachtungen entgehen.
. · Eventuelle Lärmbelästigungen werden nur
verlagert. Der Verkehr wird ja nicht weniger oder leiser, nur ist er jetzt woanders. Das
Gleiche gilt für mögliche Unfallbrenn‑ punkte, sofern vorhanden.
Der innsbrucker Rechtsanwalt Dr. Dietmar
Tschenett versucht mittels einer Beschwerde beim österreichischen Verfassungsgerichts‑ hof gegen diese Aktion vorzugehen. Dr.Tsche‑ nett gebraucht für ein erfolgreiches Engage‑ ment aber unsere Hilfe. Zu diesem Zweck wurde eine Unterschriftenliste hergestellt und an die BVDM‐Clubs mit der Bitte um Verbrei‑ tung verschickt. Einzelmitglieder und Interes‑ sierte können diese bei mir anfordern.
Jörg Riepenhusen, Bodelschwinghstr. 17b, 4400 Münster‐Hiltrup
Filmreferent gesucht
Vor ein paarJahren habe ich auch die Aufgabe übernommen, für die Vereine und sonstige
Interessierte das Film‐ und Videoangebot auf‑ zulisten, diese Listen und die Bestellformulare zu verschicken und Film‐ und Video‐Bestel‑ lungen anzunehmen und zu bearbeiten.
Es ist garnicht so viel zu tun, aber bei mir wird die Arbeit immer mehr - ich würde mich
®ellflümgae
.
freuen, wenn mir jemand diese Arbeit ab‑ nimmt.
Es ist ein Schreibtischjob, man müßte nur gelegentlich auch mal am Tag telefonieren können.
Eine Schreibmaschine muß vorhanden sein u n d die sollte so g u t sein, daß man das
Geschriebene noch g u t kopieren kann.
Das Kopieren kann ich gerne weiter machen, auch das Mitverschicken der Listen und For‑ mulare an die Clubs.
infos bei der BVDM‐Geschäftsstelle, Frankfurter Straße 12, 6204 Taunusstein 4, Telefon 06128 ‐ 86191.
NEWS
Vera nstalter‑
Haftpflichtversicherung
Die gesetzliche Mindestdeckungssumme für
Sachschäden ist von 100000,‐ DM auf
300 000,‐ DM heraufgesetzt worden. Es wird außerdem eine Mindestdeckungssumme für
Vermögensschäden von 4 0 0 0 0 ‚ ‐ DM ver‑ langt.
Das bringt den Veranstaltern zwar mehr
Sicherheit, kostet aber leider auch mehr, genauer: 170‚‐ DM statt bisher 140,‐ DM.
Jetzt „schwarze" Veranstaltungen zu machen, ist sicher falsche Sparsamkeit. Da kommen zur Haftung für eventuelle Schäden noch saftige Geldstrafen dazu.
Viele Veranstalter beklagen sich über zu geringe Teilnehmerzahlen, die es ihnen nicht ermöglichen, die Prämie aufzubringen.
Da kann die Alternative zur „schwarzen" Ver‑ anstaltung doch eigentlich nur sein, die Zahl der Veranstaltungen einzuschränken, in dem man sich regional abspricht, um die Veranstal‑ tungen attraktiver zu machen.
Klaus Schumacher
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IFMA ’86
ohne Warten vor der Kasse!
lFMA-Tageskarten für Mitglieder gibt es bei der Geschäftsstelle.
Nicht billiger ‐ dafür aber vorher.
Wie? Scheck über 10,‐ DM schicken, oder
1 0 ‚ ‐ DM auf das Postgirokonto:
BVDM‐Service, Konto-Nr. 200 65‐607
PgiroA. Frankfurt; überweisen.
Richtig interessant ist das natürlich für Sam‑ melbesteller. Die Karten werden dann ca. zwei
Monate vor der IFMA zugeschickt.
Und hier noch mal der Termin:
- bis 22. Sept. ’86 (18. und 19. Händlertage).
Klaus Schumacher
Neuer Zentralruf
Die 13 Zentralrufstationen der deutschen
Autoversicherer haben eine neue Telefon‑ nummer: Sie sind jetzt ‐ bei Ferngesprächen nach der entsprechenden Vorwahl - einheit‑ lich unter der Nummer 19213 zu erreichen
Damit soll ratsuchenden Kraftfahrern die Kon‑ taktaufnahme mit dieser Serviceeinrichtung der deutschen Autoversicherer erleichtert werden.
Alljährlich wenden sich weit mehr als eine halbe Million Autofahrer an eine der 13 Z e n ‑ tralrufstationen, um sich mit deren Hilfe nach einem Unfall wichtige Datenfürdie Schadens‑ regulierung zu beschaffen. Bei Angabe des polizeilichen Kennzeichens, des Namens des Fahrzeughalters, des Fahrzeugtyps sowie des Unfalldatums ermittelt der Zentralruf inner‑ halb weniger Stunden Versicherungsgesell‑ schaft und Versicherungsnummer des Kraft‑ fahrers, der den Unfall verursacht hat, und teilt sie dem Geschädigten mit. Darüber hinaus meldet der Zentralruf den Schaden unmittel‑ bar an die zuständige Versicherung weiter.
%flßümpe
3/86
Seit Anfang 1981 steht dieser telefonische
Hilfsdienst auch den Kunden der Schutzbrief‑
Versicherung zur Verfügung. Sie erhalten beim Zentralruf Auskünfte und Hinweise auf dem Schadenort nahegelegenen Pannen‑ hilfsdienste, Bergungs‐ und Abschleppunter‑ nehmen sowie dienstbereite Reparaturwerk‑ stätten.
Zentralrufe gibt es in Aachen (Vorwahl 0241), Berlin (030), Dortmund (0231), Frankfurt
(069), Hamburg (040), Hannover (0511), Köln
(0221), Mannheim (0621), München (089), Nürnberg (0911), Saarbrücken (0681) und
Stuttgart (0711). Die Zentralrufstationen sind an Arbeitstagen von 7.00 bis 19.00 Uhr (Mün‑ chen: 7.00 bis 23.00 Uhr) besetzt. DerZentral‑ ruf München ist außerdem an Wochenenden und Feiertagen von 9.00 bis 21.00 Uhr zu ereichen. Außerhalb dieser Zeit eingehende
Anrufe werden bei allen Stationen auf Ton‑ band aufgenommen und am nächsten Morgen bearbeitet.
Presseinformation HUK Verband
Katastrophenmeldung - Conti
Nach zehn Jahren im Contidrom traf man sich in diesem Jahr auf dem Hockenheimring.
Euch will ich jetzt nicht mit einer neuen
Variante der Besucherzahl oder einer Aufzäh‑ lung der Attraktionen langweilen, vielmehr sollen hier mal ein paar kritische Worte zu der
Veranstaltung fallen.
Das Gelände des Motodromes selbst bietet schon keine idealen Voraussetzungen. Zelt‑ plätze weitgehend nur auf schmalen Streifen entlang der Rennstrecke oder auf Verbund‑ pflaster im Fahrerlager. Trotz des Angebotes an speziellen Nägeln nahmen die Besucher das Fahrerlager als Zeltplatz kaum an. Dafür quetschte man sich auf die Grasstreifen ent‑ lang den freigegebenden Teilen der Renn‑ strecke. Das hatte für die Besucher und die
Ordnerlange(Fuß‐)Wege zwischen Veranstal‑ tungsorten bzw. Einsatzorten und den Schlaf‑ säcken zur Folge.
_.
Viele Besucher zogen es darum vor, mit dem
Motorrad zu fahren, anstatt die Schuhsohlen zu verschleißen. Darunter war aber eine
Problemgruppe, die negativ auffiel und etliche vernünftige Besucher zur vorzeitigen Abreise veranlaßte.
Diese Gruppe zeichnete sich durch abmon‑ tierte Auspuffe, helmlose Köpfe, dürftige Klei‑ dung und 2-Wege-Gasgriffe (ganz auf ‐ ganz zu) aus. Zu demontierten Töpfen kann man stehen wie man will. Mir würde die Idee wahr‑ scheinlich nicht kommen, aber es gab Moto‑ ren, die in meinen Ohren sogar ausgespro‑ chen gut klangen.
Fahren ohne Helm dagegen war schon ein
Sicherheitsrisiko, zumal da jeder mit der
Unterschrift auf der Kontrollkarte am Eingang die Veranstaltungsbedingungen akzeptierte, dazu gehörte auch, daß die StVO aufdem Ring
Geltung hatte.
Die Kollegen, die meinten, mit kurzer Hose oder Flatterhemdchen sicher genug bekleidet zu sein, sollten mal die beachtliche Anzahl derer besuchen, die einen Teil ihres Felles auf der Strecke gelassen haben.
Aber das ist alles noch nicht so tragisch,wenn nicht zu viele Idioten dabeigewesen wären, die mit dem Helm auch das Gehirn im Zeit gelassen haben. Diese Bescheuerten, die meinten, zwischen Zelten, Fußgängern und
Motorrädern das Beschleunigungsvermögen ihrer Karren demonstrieren zu müssen, waren wohl das größte Problem des Treffens. Trotz teilweise massiven Einsatzes der Ordnungs‑ kräfte war es nicht möglich, dieses Verhaltens
Herr zu werden. Dankenswerterweise griffen beherzte Besucher zur Selbsthilfe und legten
Styroporblöcke, Mülltonnen und Müll als Bar‑ rikaden auf die Strecke. Das Verhalten der meist alkoholisierten Heizer führte sogar bei einigen unserer BVDM‐Helfer zu Verletzun‑ gen, z.B. durch Angefahrenwerden.
Verschlimmert wurde das Problem durch ein
Kompetenzgerangel erster Güte zwischen den einzelnen Gruppen Conti, Heros und
BVDM. MOTORRAD hielt sich ja sowieso raus.
Teilweise auch innerhalb der Gruppen.
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Es war allen Helfern eigentlich schon vorher klar, daß es viel Arbeit gäbe. Aber das tatsäch‑ liche Ausmaß dürfte dann doch den Einen oderAnderen zumindest in Erstaunen versetzt haben. An dieser Stelle kann ich wirklich nur meinen Helm vor Euch Helfern ziehen und
Euch allen meine Hochachtung für Euren wackeren Einsatz aussprechen.
Vollstes Verständnis habe ich für alle BVDM‑
Helfer, denen der Kragen platzte, wenn sie, die fast nur aus ideellen Gründen ihren
Dienst versahen, von gut bezahlten, haupt‑ amtlichen Heros-Leuten ohne Grund ange‑ pupt wurden.
Auch solche Sachen wie der ständig besof‑ fene Duschenwart, der wegen persönlicher
Querelen mit einem BVDM-Mann plötzlich nichts mehr von der getroffenen Regelung wissen wollte, daß BVDM-Helfer kostenlos duschen dürfen, sind nicht gerade motiva‑ tionshebend.
Als Konsequenz für das nächste Jahr bleibt nur zu bemerken, es muß noch vieles besser werden, sonst geht das Conti-Treffen sehr bald fürchterlich in die Hose.
Jörg Riepenhusen
Auf dem Conti-Treffen gehört
Pfingstsonntag, 12.00 Uhr, Start und Zielge‑ rade auf dem Hockenheimring. Mein Einsatz als Helfer verlief ruhig. Ich hatte endlich ein‑ mal Zeit von den angebotenen Vorführungen etwas mitzubekommen. Momentan lief die
Schleifvorführung des IfZ. Die Ränge waren besetzt, die Voraussetzungen das Sicher‑ heitsbewußtsein der Anwesenden zu beein‑ flussen, sehr günstig. Eine Person wurde einige Meter in geringem Tempo hinter einem
Gespann hergeschliffen. Uber die Lederkom‑ bi war ein Jeansanzug gezogen, der natürlich anschließend total zerschlissen war. Fazit:
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Fahrt nie ohne Lederkombi! Lederbekleidung ist lebensnotwendig. Ich stutze ‐ spontan fiel mir Gore‐tex ein und natürlich Fackelmann, sollten diese etwa das Attribut „Sicherheits‑ kleidung” zu Unrecht tragen? Oder war es nur ein Versprecher, da die Schleifperson zufäl‑ ligerweise eine Lederkombi trug. Man könnte ja auch noch auf andere Gedanken kommen. ‑
Eigentlich müßte ein Institut wie le doch wissen, daß Leder nicht allein das Ein und
Allesin Punkto SicherheitskleidungfürMotor‑ radfahrer ist.
Bernd Karrasch
Ghostwriter
In der Ballhupe erscheinen manchmal Artikel oder Berichte, die von Ghostwritern geschrie‑ b e n wurden und nicht von denen, deren Name darunter steht. Entweder geben sie den Arti‑ kel in Auftrag,weil sie ihre Gedanken nicht so gut in qualitative Lesbarkeit umsetzen können oder weil sie zu faul sind oder keine Zeit haben.
Ich weiß das sehr genau, weil ich häufiger selbst solch ein Ghostwriter war. Es ist eigent‑ lich auch nichts dran auszusetzen, kommt es doch der Ballhupe zugute.
Aus diesem Grund will ich denen M u t z u m
Schreiben machen, die sich selbst so etwas gar nicht zutrauen. in der Redaktion ist immer jemand, der sich solcher Berichte annimmt, sie in flüssigen, fehlerfreien Stil umsetzt, wenn ‐ ja wenn das Thema für die Leser inte‑ ressant zu sein scheint.
Drum‚wenn ihr meint, das müßten die anderen auch wissen oder erfahren - nur Mut! ‑ schreibt so, wie Euch der Schnabel bzw. der
Griffel gewachsen ist,wenn es sich lohnt,wird was draus!
Dafür ist dann die Ballhupen‐Be3prechung da, dort wird alles vorgelesen, ausgewählt, sortiert, zum Verbessern und Umschreiben verteilt und letztlich vom Koordinator zum
Druck der „Fahnen” freigegeben, bevor seine
Arbeit des Redigierens und Layouts beginnt und die Ballhupe dann endlich fertiggedruckt wird.
Sigrid Briel
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3/86
SICHER‑
HEIT
Unfälle mit Seitenständer
In letzter Zeit häufen sich bei uns Meldungen über Motorradunfälle, die dadurch passieren, daß der Seitenständer beim Anfahren nicht wegklappt. Die Unfälle treten speziell bei Hon‑ da-Motorrädern auf. Wenn beim Anfahren ein vorher ausgeklappter Seitenständer nicht auf seinen Platz zurückspringt, setzt er in der nächsten Linkskurve unweigerlich auf, je nach Neigungswinkel des Ständers früher oder später; die Maschine gerät außer Kon‑ trolle und stürzt, mit den damit verbundenen
Folgen. in einem besonders tragischen Fall tat die Lei(d)tplanke noch ihr übriges dazu, daß der Fahrer tödliche Verletzungen erlitt.
Das Problem ist nicht damit abgetan, die
Leute, die den Seitenständer vergessen, als blöde hinzustellen. Wir vergessen immer ir‑ gend etwas. Nurdürfte man mitSicherheitver‑ langen können, daß hervorstehende Teile am
Motorrad, zumal auch noch beweglich, nach
'. · ’ · J
. · .
geleisteter Arbeit von der Bildfläche ver‑ schwinden. Beispielsweise sind ja die Fuß‑ rasten mittlerweile beweglich gemacht wor‑ den, damit sie beim Aufsetzen auch wegge‑ hen können.
Bei der Prüfung der Motorräder zur Zulassung zur allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) hat das wohl auch alles wunderbar funktioniert.
Es ist allerdings noch nicht einmal klar, ob es
Bestandteil der ABE ist, daß der Seitenständer wegklappen muß. So weist Honda jeden Vor‑ wurf damit zurück, daß die ABE besteht, daß der Ständer gut geschmiert und nicht verbo‑ gen sein darf. Außerdem darf der Gummiklotz am Ende des Ständers natürlich nicht über die zulässige Toleranzgrenze hinaus verschlissen sein. Mein Ständer (VF 750 S) klappt aber trotzdem auch nicht weg, und ich vergesse ihn leider oft, zu oft (werde alt). Damit wir in dieser Sache weiterkommen, brauche ich dringend Angaben von Unfällen, bei denen die
Vermutung naheliegt, daß ein ausgeklappter/ nicht zurückgeklappter Seitenständer die Ur‑ sache für den Unfall war. Angaben bitte m ö g ‑ lichst genau, ggf. auch mit Foto an Henning Knudsen, Breidter Straße 25
5204 Lohmar 1,Telefon 022 46 ‐ 2304
„. · „Q · ‑
Wir haben hier i n der Bildreihe versucht, den K l a p p v o r g a n g a n e i n e m neuen Motorrad (Modell CBX 750 F ) z u demon‑ strieren. Der Gummiklotz soll bei Bodenberührung so unter S p a n n u n g geraten, daß er den ganzen Ständer hochziehen kann; dieser tat es nicht! Andere Motorradhersteller haben zT. erheblich aufwendigere L ö s u n g e n gefunden, die den
Ständer tatsächlich h o c h k l a p p e n lassen oder über elektrische S c h a l t u n g e n Warnlicht aufleuchten lassen oder gar ein
Anlassen des Motors u n m ö g l i c h machen.
(Bilder: Günter H e u m a n n )
HONDA
Mike Woollett
Rechtzeitig zum 40jährigen Firmen‐Jubiläum brachte der Motorbuch-Verlag dieses Buch auf den Markt.
Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch ist ein
Muß für jeden, der vorgibt, sich in der Motor‑ radszene auszukennen!
Mike Woollett, namhafter Chefredakteur der englischen Motorradpresse tat sich mit ande‑ ren Experten zusammen, wühlte im Archiv der
Firma Honda, kramte in der Erinnerung und stellte mit excellentem technischen Verstand diese Firmengeschichte zusammen.
in vier Kapiteln: Historie, Sport, Modelle und
Technik wird der Werdegang der Hondawerke aufgezeigt. Alles detailliert geschildert und hervorragend illustriert.
Was mich am meisten faszinierte ist das erste
Kapitel:
„Soichiro Honda - der Mann und seine Ma‑ schinen”. Hier wird das Leben, die Genialität und der Fleiß eines Mannes beschrieben, dem es gelang, in kurzer Zeit - unter oft widrigen
Bedingungen, ein unvergleichliches Motor‑ rad‐Imperium aufzubauen.
Im zweiten Kapitel „Die Aniangsjahre im Renn‑ sport" feiern wir ein Wiedersehen mit den
Größen der damaligen Zeit: Jim Redman,Tom
Phillis und Mike Hailwood, die in den 60er
Jahren auf Honda‐Motorrädern zu Welt‑ meisterschaftsehren fuhren.
So geht es weiter. Man liest sich fest, schaltet ab und läßt sich von Text und Bildern in eine faszinierende Motorradwelt tragen.
Es ist dies ein Buch für lange Winterabende.
Also, vormerken für den Weihnachtszettel.
Motorbuch-Verlag, Postfach 1370,
7000 Stuttgart. · Preis: 4 8 , ‐ DM.
Sigrid Brie!
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Buchbesprechung:
Motorrad fahren - ja, aber übefleben!
Der Hamburger Polizeioberrat Werner Mar‑ thiens hat eine kleine, aber ganz wichtige
Fibel für Motorradfahrer geschrieben: „Motor‑ rad fahren - ja, aber überlebenl". Auf rund 80
Seiten gibt Marthiens praktische Tips. Rat‑ schläge und Hinweise, wie Motorradfahrer im heutigen Straßenverkehr ihren eigenen Bei‑ trag dazu leisten können, Unfälle zu vermei‑ den. Ohne dabei die Tatsache aus den Augen zu verlieren, daß über 60% aller Motorradun‑ fälle von Autofahrern verschuldet werden, weist er unmißverständlich darauf hin, daß viele Unfälle doch vielleicht hätten vermieden werden können‚wenn der Motorradfahrer sich in größerem Maße seiner Eigenverantwortung bewußt gewesen wäre; sprich: Ich als Motor‑ radfahrer breche mir die Knochen, egal ob ich selber oderjemand anders die Schuld am Un‑ fall hat. „Aufpassen wie ein Schießhund" ‐ ist das oberste Gebot ‐ aufpassen auf mich selber - aufpassen auf die Anderen.
In diesem Sinne sind die 10 Fahrtips zu ver‑ stehen, die er in dem Buch zum Besten gibt.
Da heißt es u.a.: Verleihe nie deine Maschine ‑ es sei denn, der andere ist dir als routinierter
Motorradfahrer mit Fahrerlaubnis bekanntl";
Marthiens weist sogar daruf hin, daß man sich deswegen strafbar machten kann! Andere
Tips lauten: „Sei in einer Bombenkondition und sei bedienungs- und fahrsicherl", „Schüt‑ ze deinen Kopf und deinen Körper!"‚ „Bremse stets mit Vorder‐ und Hinterradbremse!"‚ „Ler‑ ne Spuren lesen - und plane deine Verhal‑ tensreaktionen voraus!".
Die Tips beruhen alle aus Erfahrungen aus dem Alltag. Der Polizist Marthiens hat mit viel
Sorgfalt Unfälle analysiert und ausgewertet;
mehrere dieser Fälle sind in dem Buch dar‑ gestellt. Aber hier spricht trotzdem nicht der mahnende Polizist, sondern der besorgte
Motorradfahrer Marthiens, der seit über 20
Jahren selber auf zwei Rädern unterwegs ist.
DerTip „Du bist in 100 Situationen überlegen ‑ laß es in den vier oder fünf ungünstigen nicht auf eine Kraftprobe ankommen!" läßt zugleich
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®®ÜÜÜÜ@@
erkennen, daß der Verfasser sich auch nicht scheut, sich selbstkritisch an die eigene Nase zu fassen. Deshalb ist dieses Buch ein ehr‑ liches Buch. Wohl auch deshalb wurde es
1983 mit dem Christophorus‐Buchpreis des HUK-Verbandes ausgezeichnet.
Eine kritische Anmerkung sei mir zum Schluß erlaubt: Gerade wegen der Praxisnähe der
Fibel vermisse ich aufschlußreichere Bilder von kritischen Verkehrssituationen. Und: Die z.T. witzigen Illustrationen haben einen schweren Fehler; keine der dargestellten Per‑ sonen hat Fahrtip Nr. vier beachtet; sie fahren alle ohne Helm und Schutzkleidung!
Das Buch kostet 9 ‚ ‐ DM und ist zu beziehen
be“ · Werner Marthiens, Postfach 710201
2000 Hamburg 71
Henning Knudsen
Motorradfahren ‐ ja, aber überleben!
...Gefahrenlehre
...Mutmacher
. . . Rechtshilfe
__ _ · „
Hasen-Tip
Es gibt Krauserkoffer, Becker-Hepcokoffer, Koffer von Schuh, von Falk und und und.
Sie alle haben eins gemeinsam: Bei einer stundenlangen Regenfahrt lassen sie an irgendeiner Stelle Wasser rein.
Aus diesem Grund sollte man von vornherein alles in Plastiktüten verpacken. Socken für sich, Unterhosen für sich, alles wohl sortiert.
Und damit man nicht jeden Abend alle Tüten aufmachen muß, um zu sehen, wo was ist, nimmt man durchsichtige Plastiktüten. Und weil es unter uns auch Perfektionisten gibt, macht man es wie sie und nimmt für den Herrn der Schöpfung hellblaue o d e r andersfarbige
Tüten als für sich selbst. Damit alles seine
Ordnung hat.
Und wer dann in seiner Fahrenszeit schon mal einen dieser Koffer verloren hat, obwohl man ganz sicher war, ihn richtig an‐ und abge‑ schlossen zu haben, der befestigt die Koffer immer mit einem zusätzlichen Riemen.
Sigrid Briel
BK Moto
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..
RECHT
Gefahrenpunkt
Autobahnauffahrt
Am 26. November 1985 fällte der Bundesge‑ richtshof, das oberste deutsche Zivilgericht, unter dem Aktenzeichen VI ZR 149/84 eine wichtige Entscheidung zum Thema: „Unfälle beim Auffahren auf die Autobahn”.
Der Sachverhalt:
Zwei LKW’s fuhren hintereinander auf die
Autobahn auf. Um den vorderen langsameren
LKW zu überholen, wechselte der hintere
LKW-Fahrer direkt von der Beschleunigungs‑ spur auf die linke, die Überholspur d e r Auto‑ bahn. Dabei übersah erjedoch einen PKW, der sich auf der rechten Spur mit ca. 200 k m / h näherte. Der PKW-Fahrer wechselte auf die linke Spur, um die LKW zu überholen, konnte aber trotz einer Vollbremsung nicht vermei‑ den, auf den inzwischen vor ihm fahrenden, erheblich langsameren LKW aufzufahren.
DerPKW-FahrerverlangteSchadensersatzfür
sein total zerstörtes Fahrzeug von der Haft‑ pflichtversicherung des LKW‐Eigners.
In dritter Instanz gab der Bundesgerichtshof dem PKW-Fahrer Recht.
Zur Begründung wurde aufgeführt:
Ein Wechsel auf die Überholspur ist nur z u ‑ lässig, wenn eine Gefährdung des nachfol‑ genden Verkehrs ausgeschlossen ist. Diese läßt sich aber nur dann ausschließen, wenn der Wechselnde die Verkehrssituation ganz übersehen kann, was einem gerade auffah‑ renden Fahrer nicht möglich ist, da schnelle
Fahrzeuge durch andere Fahrzeuge verdeckt werden können und durch Spurwechsel recht plötzlich herannahen können. Dabei muß auch mit Fahrzeugen gerechnet werden, die
Geschwindigkeiten von 200 k m / h und etwas darüber fahren, da auf Autobahnen aufgrund fehlender genereller Geschwindigkeitsrege‑ lungen hohe Geschwindigkeiten gefahren werden dürfen.
3/86
Aus dem oben Gesagten folgt, daß der Auto‑ bahnauffahrende einer doppelten Sorgfalts‑ pflicht unterliegt:
Beim Auffahren auf die rechte Spur muß die
Vorfahrt der dort fahrenden Fahrzeuge beachtet werden (5 18 Abs. 3 StVO) und beim
Wechsel von der rechten auf die linke S p u r muß sich der Fahrer vergewissern, daß eine
Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs aus‑ geschlossen ist (518 Abs. 4 StVO).
Die doppelte Sorgfaltspflicht ist für den Ver‑ trauensgrundsatz bedeutsam. Grundsätzlich darf sich jeder Verkehrsteilnehmer darauf verlassen, daß sich andere vorschriftsmäßig verhalten und Vorrechte beachten. Der Ver‑ trauensgrundsatz gilt nicht gegenüber Kin‑ dern und alten Menschen, sowie bei er‑ kennbarem Fehlverhalten. Ein Fahrer auf der
Überholspur darf darauf vertrauen, daß auf‑ fahrende Fahrzeuge nicht unter Mißachtung des Vorrechts des Überholers auf die Über‑ holspur wechseln, so daß die Geschwindig‑ keit beibehalten werden darf und Überhol‑ manöver beendet werden können.
Zusammenfassend sind zwei Fakten festzu‑ stellen:
Erstens muß bei der Auffahrt auf eine Auto‑ bahn zweimal0bachtgegeben werden‚ob ein
Spurwechsel gefahrlos möglich ist, zweitens darf ein Überholender darauf vertrauen, daß
Auffahrende nur dann auf die Überholspur wechseln, wenn jegliche Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist.
Wenngleich die Tatsache, im Recht gewesen zu sein, und einen Schadensersatzanspruch zu haben, im Falle des eigenen Ablebens auf‑ grund seines Vertrauens doch recht unbefrie‑ digend sein dürfte, ist etwas Vorsicht stets anzuraten.
Ulrich Hartmann
Mopeds und Mokicks:
auch umgerüstet bis 50 k m / h versichert
Halter von M o p e d s oder Mokicks, die ihr
Zweirad auf die seit April 1986 zulässige
Höchstgeschwindigkeit von 50 k m / h umrü‑ sten,verlieren nicht den Versicherungsschutz ihrer Haftpflichtversicherung. Die Umrüstung
%flüümpe
3/86
muß zwar unbedingt in die Betriebserlaubnis eingetragen werden, eine Benachrichtigung der Versicherung ist aber nicht erforderlich.
Darauf wies der Verband der Kfz‐Versicherer in Bonn hin.
Eine jetzt vom Bundesaufsichtsamt für das
Versicherungswesen genehmigte Anderung der Tarifbestimmungen berücksichtigt näm‑ lich, daß die bauartbestimmte Höchstge‑ schwindigkeit für Mopeds und Mokicks von
40 auf 50 k m / h angehoben wurde. Die Ver‑ sicherer behandeln jeden Vertrag nach die‑ sen neuen Tarifbestimmungen, auch wenn im
Versicherungsschein als zulässige Höchstge‑ schwindigkeit noch 40 k m / h angegeben ist.
Etwa anderes gilt dann, wenn sich durch die
Umrüstung auch der Hubraum ändert und auf über 50 ccm steigt: Das Fahrzeug muß dann wie ein Leichtkraftrad versichert und zuge‑ lassen werden.
Presseinformation HUK Verband
Auge um Auge?
Vorsicht bei Rache!
Und Moses sprach: „Du sollst deinen Näch‑ sten Iieben wie dich selbst” - sonst kann es den Führerschein kosten!
Nach einem Urteil des Essener Amtsgericht
(AZ 3 8 ‐ 2 1 9 / 8 5 ) berechtigt das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer nicht dazu, nun selber Denkzettel verpassen zu wollen: Wer seinen persönlichen Ärger auf Kosten anderer
Verkehrsteilnehmer austrägt, begeht einen sehr gefährlichen Eingriff in den Straßenver‑ kehr (5 1 StVO).
Der Fall: Eine Motorradfahrerin hatte rechts‑ widrig einen Autofahrer überholt. Statt aber ruhig weiterzufahren, überholte er seinerseits die Motorradfahrerin, setzte sich kurz vor die
Maschine und bremste so überraschend ab, daß die Motorradfahrerin mit einer Notbrem‑ sung nur knapp einem Auffahrunfall entgehen konnte.
Dem Autofahrer wurde für ein Jahr der Führer‑ schein entzogen. Zusätzlich erhielt er eine
Freiheitsstrafe von 6 Monaten auf Bewährung.
„,
Anmerkung des BVDM-Sicherheitsreferen‑ ten: Dieser Fall mahnt auch die Motorrad‑ fahrer; du ziehst im Streit auf der Straße immer den Kürzeren mit deinem ungeschütz‑ ten Zweiradl Laß dich aus Arger oderWut über
Andere nie zu unüberlegten Fahrmanövern provozieren ! ! !
Sigrid Briel
REISEN
P---Pausen
Es ist Urlaubszeit: Gutes Wetter, erlebnis‑ reiche Touren, schöne Ziele und leere Straßen in den frühen Morgenstunden locken uns hin‑ aus und machen das Leben eines Motorrad‑ fahrers erst richtig lebenswert.
Daß der Fahrer vorausschauend und nicht leichtsinnig fahren soll, daß er seine Fahr‑ kunst richtig einschätzen muß, bekommt er immer wieder vorgehalten und jeder weiß das eigentlich auch selbst.
Daß aber ein kleiner Rutscher über einen fri‑ schen Kuhfladen, eine Ölspur oder ein unvor‑ herseh bares Bremsmanöver schon lebensbe‑ drohend sein kann, wissen die wenigsten.
Nämlich dann, wenn die Blase voll ist!
Wer kennt das nicht: Man muß ‐ aber zögert das Anhalten hinaus, weil gerade keine Gele‑ genheit ist‚weil der Fahrgenuß nicht unterbro‑ chen werden soll, weil man es eilig hat oder aus welch anderen Gründen, man hält nicht.
Eine volle Blase reißt bei Schlag, Stoß oder
Fall sehr leicht, selbst bei einem Sturz auf das Gesäß kann durch Rückstoßwirkung die gefüllte Blase reißen. Bei nicht sofortiger ärztlicher (operativer) Hilfe besteht äußerste
Lebensgefahr!
Drum: P ‐ - ‐ Pausen einlegen! Es muß ja nicht gerade so sein, daß die Sozia 10 km nach einer
Tankpause ruft: Ich muß mal!
Sigrid Briel
[lien]
.
TERMINE/
TREFFEN
Achtung Motorradfahrer!
Im ostfriesischen Raum Ostronderfehn im
Gasthaus „Zur alten Schleuse" ab 3. 8. 1986 alle 14 Tage sonntags ab 19.30 Uhr Klön‑ schnackabend.
Info: Johann de Vries, Altschwookstraße 30
2956 Veenhusen, Telefon 049 54 ‐ 2875
Rockfestival auf der Loreley
Karten für das Rockfestival kosten 49,50 DM plus Vorverkaufsspesen bei Vorauszahlung, sonst 5 5 , ‐ DM.
Wer beim Rockfestival als Helfer mitmachen möchte schreibt an:
BVDM‐Geschäftsstelle, Frankfurter Str. 12
6204 Taunusstein 4 oder ruft an Telefon-Nr. [téléphone]
- 8. 1986
- Luxemburg‐Cd des MC Hilden
Info: Uli Streib, Gerresheimer Straße 240
4010 Hilden, Telefon 02103 ‐ 47302
Ori-Fahrt
Info: Albrecht Klinge, Auf dem Lohberge 3
3400 Göttingen, Telefon [téléphone]
Einsendeschluß des diesjährigen
Preisausschreibens
„Die motorrad(un)freundliche Stadt”
Es gibt wieder viele wertvolle Preise zu gewinnen.
Info:
Jörg Riepenhusen, Bodelschwinghstraße 17b
4400 Münster‐Hiltrup, Telefon [téléphone]
Ende August / A n f a n g S e p t e m b e r 1986
- Internationales Wikinger-Treffen an der
Kieler Förde, mit begrenzter Teilnehmerzahl
Info: Jörg Chemnitz, Dubanhorst 6, 2300 Kiel
Telefon 0431 ‐ 67 2812
5-Tage-Tour d e r MFH Franken nach Südtirol
Info: S.Wölfel‚ Hallerstraße 53
8500 Nürnberg 90. Telefon 331753
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Gespannfahrer-Lehrgang
(Meldeschluß ist der 10. 8. 1986)
LV Saar der Motorradfahrer, Schmittsdell 2
6620 Völklingen 12, Telefon 0 68 98 ‐ 4 02 07
Ti p für Tourenfahrer
Für alle Motorradfahrer, die interessiert sind an Rundtouren durch den niedersächsischen
Raum, bietet der in Göttingen wohnende
Albrecht Klinge an, am Wochenende des 6./ 7. September 1986 eine ortskundige Fahrt‑
Ieitung zu übernehmen.
Info: Albrecht Klinge, Auf dem Lohberge 3
3400 Göttingen
Gavia-Paß-Treffen
Info: Sigrid Briel, Eintrachtstraße 106, 4330 Mülheim/Ruhr
IFMA - Köln
Info-Seminar für Jugendherbergseltern die Motorrad fahren
Info: DJH Tübingen, Gartenstraße 22/1
7400 Tübingen
Sandlochtreffen des MC Mammut e.V.
im BVDM
Anmeldungen bei:
Manfred Brill, Eschenbroichstraße 9
5060 Bergisch‐Gladbach 2
Wildenstein-Treffen der MFH Franken in Steinachtal (Oberfranken) info: S. Wölfel, Hallerstraße 53
8500 Nürnberg 90
Jahreshauptversammlung des BVDM in Mainkling
Info: Horex‐ und Gespannfreunde e.V.
Fr. Leidig, Hauptstraße 31, 7189 Mainkling
Telefon 07959 ‐ 634
1.Wochenende im Oktober
- Raduno l’autuno Lago di Como
(Herbsttreffen am Comer See) info: Klaus Schumacher, Frankfurter8traße12
6204 Taunusstein 4
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Internationales Treffen bei der Pyramide von
Austerlitz zwischen Woudenberg und Zeist in Holland.
Info: Leendert Bruil, Klein-Amerika-Weg 10
6871 KK Renkum (NL),Telefon [téléphone]
- 10. 1986
- Bildersuchfahrt d e r MFH Franken
Treffp. 10.30 Uhr in Regensberg, Start 11 Uhr
Info: S.Wölfel, Hallerstraße 53
8500 Nürnberg 90
Nachtori für Motorräder und PKW in Marl
Info: Günter Heumann, Oppelner Straße 8
4370 Marl, Telefon [téléphone]
- ‐19.10.1986
- Herbsttreffen der Interessengemeinschaft
Europäische Motorräder (IGEM) Wöbbel.
Info: Reinhard Tuttas, Masper Straße 18
4933 Blomberg
Telefon [téléphone] oder 05233 ‐ 57 95
Gespannfahrerlehrgang in Dabringhausen.
info und Anmeldung: Heinz Wieland
Büchemer Straße 14, 5060 Berg.-Gladbach 1
Motorsportball in Marl.
Info: Günter Heumann, Oppelner Straße 8
4370 Marl, Telefon [téléphone]
Nikolausrallye - Orifahrt in Marl.
info: Günter Heumann, Oppelner Straße 8
4370 Marl, Telefon [téléphone]
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DER TIP
Alle Achtung!
Unser Mitglied Rudolf Kästner aus Bochum schrieb der Redaktion einen Hinweis, den sich alle Eigner von Gespannen mit Hart‑ mann-Schwingen verinnerlichen sollten.
Nach ca. 40000 km war der linke Brems‑ schlauch der Vorderradbremse derart ange‑ schliffen, daß das Cordgewebe auf einer
Länge von ca. 40 mm recht tief aufgerieben war. Die andere Seite erlaubte ebenfalls das
Studium des mehrschichtigen Aufbaues ei‑ nes Bremsschlauches. Besonders kritisch wird ein plötzliches Leck, wenn, wie bei der
BMW‐Troika mit besagter Schwinge, Vorder‑ rad- und Seitenwagenradbremse kombiniert sind.
Die Schläuche scheuern am Kotflügel im Be‑ reich derZugstangen, die zu den Bremssattel‑ haltern führen. Hinterhältigerweise natürlich an der Innenseite, so daß der Schaden nur‑ schwer auszumachen ist.
Als Abhilfe schlägt Rudolf vor:
Um Platz zu schaffen, werden Ausschnitte in die Kotflügel gesägt, und mit Kantenschutz‑ band entschärft (freut den TÜV). Brauchbarer
Kantenschutz sollte 6 mm Breite und bis 2 mm
Materialdicke aufweisen. Die Schläuche wer‑ den mit sogenannten „vakuumsicheren” dick‑ wandigen Plastikschläuchen ummantelt. ln‑ nendurchmesser 10 mm. Da sie sich nicht überziehen lassen, werden sie der Länge nach aufgeschnitten und mit Klemmschellen festgehalten.
Übrigens: Sollen Eure Bremsschläuche schon angegriffen sein, baut die präparierten
Neuen bei vorbereitetem Kotflügel ein.
Rudolf Kästner
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Schloßtest
Wir haben schon einmal Bügelschlösser für
Motorräder getestet. Ein Schloß war so schlecht, daß es gar nicht erst auf den Markt kam. Jetzt hat uns die Firma TRELOCK ein verbessertes Nachfolgemodell zur Verfügung gestellt. An diesem Schloß ist der S c h w a c h ‑ punkt beseitigt worden. Damit ist das Schloß
TRELOCK Ultrasafe, das von der Firma Citadell hergestellt wird, als g u t zu beurteilen.
Die schwachen Punkte des Kryptonite‐Bügel‑ schlosses sind inzwischen ebenfalls beho‑ ben, das Schloß läßt sich nicht mehr leicht öffnen die Festigkeit allerTeile ist so hoch, daß bei Gewaltanwendung das Motorrad zerstört wird, bevor das Schloß nachgibt.
Ein ebenfalls von KRYPTONITE angebotenes
Schloß mit der Bezeichnung Medeco hat die gleichen guten Eigenschaften, es unterschei‑ det sich vom Kryptonite‐4‐Typ im wesent‑ lichen durch die konventionelle Schlüssel‑ form. (Profis können diese Schlösser leichter knacken).
Alle drei Schlösser sind rundum verzinkt, mit einer Kunststoffhülle überzogen, damit der
Lack nicht leidet, leicht und so groß, daß das
Motorrad auch an dickere Pfosten ange‑ schlossen werden kann.
Die Sch_lösserfunktionieren nach den gewalt‑ samen Offnungsversuchen noch einwandfrei.
(Es ist sicherjedem klar, daß hier keine Einzel‑ heiten beschrieben werden können, auch die
„Ballhupe” könnte ja mal in falsche Hände geraten).
Das KRYPTONITE‐Bügelschloß MC kann beim
BVDM‐Service günstig gekauft werden.
Ulrich Lipowski
Klaus Schumacher
Glasklar
Man munkelt, es gäbe Motorradfahrer, die auch Gespanne mit vier Rädern, Dach und viel
Glas fahren. Manche dieser Fahrzeuge hätten große Visiere, genannt Windschutzscheiben, a u s Verbundglas.
®®ÜÜCBET@®
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Und nun ernsthaft: Diese Scheiben gehen schon mal durch Steinschlag oder so kaputt.
Ein neues Stück Glas kostet reichlich, vor allem,wenn keine Versicherung löhnt.
Um die Kosten zu dämpfen, hat mal jemand ein
Verfahren entwickelt, wie man Löcher und
Risse in der Äußeren der beiden Scheiben wieder dichtmacht und noch ungehindert hin‑ durchsehen kann.
Wer was zu reparieren hat oder informiert wer‑ den will, der wende sich an:
Olaf Martin, Geistkamp 18, 4400 Münster, Telefon 02501 ‐ 8691.
Jörg Riepenhusen
TECHNIK · ‚C
Der Kupferwurm
oder: Zauberei gibt’s nicht
Als ich Anfang dieses Jahres einmal wieder nach langer Zeit Carl Hertweck’s Kupferwurm gelesen und mich wie jedesmal über seinen erfrischenden Schreibstil gefreut hatte, konn‑ te ich noch nicht ahnen, daß auch mir einmal ein so vertracktes Gewürm über den Weg laufen würde.
Eines Tages war es jedoch soweit: Mein Cou‑ sin, 2,05 Meter groß,120 kg schwer, kam zu mir und fragte mich, ob ich mich denn auch mit japanischen Maschinen auskennen würde.
Wahrheitsgemäß verneinte ich. Dann erzählte er mir sein Problemchen. Seine Stiefschwe‑ ster fahre ja nun schon drei Jahre eine Suzuki
GS 400 E und plötzlich ohne jeden Grund springt das Biest nicht mehr an,wird unzuver‑ lässig, geht an Ampeln aus und nicht mehr an usw. usf. Das „Krad" ist werkstattgepflegt und die finden den Grund nicht. Da ich nun
(manchmal) mit einer gehörigen Portion
Selbstvertrauen gesegnet bin, sagte ich mei‑ ne Hilfe zu. Leider hatte die Besitzerin der
Suzi die nächsten paar Tage Dauerdienst im
Krankenhaus, so daß ich mich ohne ihren Rat an die Sache machen mußte.
„
Fehlersuche 1. Teil:
Hinfahren, hinsehen, antreten, das Ding läuft.
Große Augen. Motor aus, Anlasser betätigen ‑ das Ding läuft.
Es folgten drei schöne Tage, in denen ich die Suzi bewegen durfte - zur Fehlersuche natürlich.
Nach siebenhundert Kilometern war mir klar, daß ich in Zukunft nicht mehr von oben herab auf japanische Motorräder sehen werde, es gibt wesentlich schlechtere Konstruktionen.
Um überhaupt was getan zu haben, machte ich eine Inspektion, ersetzte ein paar nicht mehr vorhandene Schrauben, ein defektes
Bremslichtbirnchen, baute den Scheinwerfer richtig herum (!) an ‐ nach der letzten Inspek‑ tion war in der Werkstatt schlicht und einfach falsch herum montiert worden - und gab dann schweren Herzens das Moped wieder ab. ich hatte trotz intensiver Suche mit dem Multite‑ ster nichts finden können. Danke.
Fehlersuche 2. Teil:
Drei Wochen später werde ich aus dem
Bad geholt, weil ich Besuch hätte. ich und
Besuch · das war schon lange nicht mehr
vorgekommen. Also - Beeilung, wenn ich bitten darf. Dann war es doch nur mein Cousin mit seiner Stiefschwester, die am Wohnzim‑ mertisch saßen
Das M o p e d läuft wieder nicht, kannste nicht
mal · Klar konnte ich (zu diesem Zeitpunkt
kam mir der in Verbindung mit Kupferwürmern oft gebrauchte Satz in Erinnerung: „Zauberei gibt’s nicht"). Mir war schon so gut wie klar, was mich erwarten würde, und so kam es auch:
Hinfahren, hinsehen, antreten, das Ding läuft.
Große Augen. Motor aus, Anlasser betätigen ‑ das Ding läuft.
Langsam kamen mir so meine Zweifel an der
Redlich keit der Absicht meines Cousin's.Viel‑ leicht will er nur seine Schwester unter die
Haube bringen,wer weiß
Noch ein paar gute Ratschläge, dann fuhr ich heim.
@[lien]?
Fehlersuche 3. Teil:
ich war kaum zehn Minuten zu Hause, wen sehe ich da um’s Hauseck schleichen?
Also wieder hin, hinsehen, antreten, nichts
Nichts, wieso das denn, sollte diese Mühle etwa doch eine Macke haben? Die Leerlauf‑ kontrollampe brannte nicht, eine Zündkon‑ trolle besitzt der Apparat nicht. Echt, da war
kein Strom · Also Sitzbank hoch, die Prüf‑
lampe angeklemmt, die einzige vorhandene
Sicherung ist ganz und läßt Strom durch.
Unter den kritischen Augen der Conny wird das Armaturenbrett zerlegt um ans Zünd‑
schloß zu kommen. Prüflampe dran · kein
Strom. Jetzt erst bequemte sich das nette
Mädchen, mir endlich einmal zu sagen unter welchen Umständen das Motorrad denn den
Dienst quittiert hatte: Ja, sagte sie, meistens an einer Ecke, wenn ich den Blinker ein‑ schaltete.
Von da an war die Fehlersuche recht einfach ‑ wer meinem Gedankengang nicht folgen kann, der lese den „Kupferwurm" oder passe jetzt genau auf: Man stelle sich vor, der Motor läuft, das Licht ist an, das Bremslicht leuchtet und der Blinker verlangt auch noch intermit‑
tierend nach Saft · da mußte wohl irgend
eine Kabelverbindung überlastet sein.
Also die Lampe herunter, und da sah ich auch schon die Bescherung: da lag doch ein unför‑ miger blauer Klumpen Plastik herum aus dem zwei rote Kabel ragten. Nach der erfolgreichen
Amputation dieses Geschwüres wurde es als italienischer Klemmverbinder indentifiziert, der laut Tabellenbuch auch mal mit fünf
Ampere belastet werden darf. Dieses anson‑ sten recht zuverlässige Bauteil war allerdings der Stromstärke der Hauptstromleitung in der
Suzi ( s o ) nicht gewachsen und schlicht und einfach geschmolzen. Dabei passierten zwei unangenehme Dinge:
- der Anpreßdruck der Kabel in die Klemme ließ nach,was zwangsläufig zu einem noch höheren Durchgangswiderstand in der
Verbindung führte (und demzufolge noch mehr Wärme entwickelte);
- Die Kabel wurden so heiß, daß ihre Isola‑ tion schmolz und sich wie Lötzinn zwi‑ schen die Litze verteilte.
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Erläuterung:
Je nachdem, wie hoch die Strombelastung war und wie sich gerade die Vibrationen aus‑ wirkten, ließ diese Konstruktion Strom durch oder auch nicht.
Abhilfe:
Eine gewöhnliche Lüsterklemme wurde nach dem Einkürzen der Kabel als Verbindung be‑ nutzt - das Ding läuft ‐ strahlende Gesichter.
Im Herbst, wenn mehr Zeit ist, wird sie dann durch Quetschverbindung von Hella ersetzt, die laut Tabellenbuch 25 Ampere Dauerstrom vertragen.
Fazit:
Ich frage mich, wie solche Dinge passieren können bei einem modernen Motorrad, wel‑ ches von einem autorisierten Suzukidienst scheckheftgepflegt ist???
Kari-Heinz Preß
Warm erhalt’s!
In der letzten Ballhupe wurde Euch ein Bericht unseres Chefunterhosentesters (OUT) über
Thermounterwäsche versprochen. Hier ist er:
Thermo kommt aus dem Griechischen und bedeutet in Zusammensetzungen mit anderen
Worten soviel wie Wärme. Also sind Thermo‑ klamotten Wärmeklamotten.
Gegenstand des Testes ist die neu auf dem bundesdeutschen Markt erhältliche TERM‑
DRY-Unterwäsche der schwedischen Firma
Eiser Trika AG. Aus dem Namen geht hervor, was die Wäsche können soll, nämlich warm‑ halten. Das zweite Wort der Bezeichnung läßt auf gute Schweißabsorption schließen.
Zuerst jedoch ein tiefer Blick ins Gewebe.
Die Untewväschefürdie2ielgruppe Motorrad‑ fahrer ist dreilagig aufgebaut.
®süütampe
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Die erste Lage, die der Haut zugewandte, besteht aus Polyester (55% Gesamtanteil).
Diese Lage ist so gestrickt, daß das Material
Frottierlatten bildet. Die so entstandenen Luft- ’ polster isolieren gegen Kälte. Polyester be‑ sitzt eine relativ geringe Oberflächenspan‑ nung, was den Transport der Körperfeuchtig‑ keit erleichtert.
Die zweite Lage besteht aus Baumwolle
(23%). in dieser Schicht wird die Feuchtigkeit verteilt, und weitergegeben an die dritte Lage.
Diese äußerste Lage besteht aus Model
(22%). Modal ist eine Viskose, ein Material, das als Zwischenerzeugnis des Zellstoffes bei der Herstellung von Kunstfasern aus Cellu‑ lose entsteht.
Dieses Material, so sagt der Importeur Gustav
Junge, eignet sich besonders zum Absor‑ bieren der Feuchtigkeit. Auf diese Weise bleibt die innere Lage trocken und kann besser wärmen.
Als eingefleischter Baumwollfan ging ich et‑ was skeptisch an die zu 77 %aus Kunstfasern, bzw. Teilprodukten, bestehende Term-dry‑
Kleidung heran. Der erste (Haut-)Kontakt war jedoch schon recht angenehm. im weiteren
Verlauf wurde die Unterwäsche in den ver‑ schiedensten Bereichen eingesetzt. Auf dem
Programm standen Uberlandfahrten bei leich‑ ten Minusgraden im Leder, Stadtfahrten bei sommerlicher Hitze, verbunden mit körper‑ licher Anstrengung, bis hin zu schnellen und längeren Fahrradfahrten.
Als Ergebnis läßt sich festhalten:
Bei Minusgraden ersetzt die Term‐dry-Unter‑ wäsche unter dem Leder keinesfalls den
Thermoanzug. So gut vermag er nicht zu wärmen. Dennoch behaupte ich, daß der An‑ wendungsbereich des Leders um ein paar
Grad nach unten verschoben wird. Es läßt sich feststellen, daß die Körpertemperatur länger konstant bleibt als mit herkömmlicher guter
Baumwoilunterwäsche. Bedingt durch die tatsächlich gute Schweißabsorption. Der
Schweiß bleibt kurz auf der Haut stehen, zieht ein, und bald sind Haut und Kleidung wieder trocken. Nach einer schnellen, schweißtrei‑ benden Radfahrt war die Unten1väsche nach
.
ca. 10 Minuten trocken und warm. Unter gleichen Bedingungen genutzte Baumwoll‑ kleidung war nach dieser Zeit immer noch feucht und vermochte nicht so gut zu isolie‑ ren. Für den aktiven Sport hält der importeur aber noch spezielle Wäsche bereit.
Vorteilhaft kommt der Term-dry‐Wäsche zu‑ gute, daß sie pflegeleicht ist. Waschbar bis
60° C und bügelfrei kommt sie der Bequem‑ lichkeit des Selbstwaschers entgegen.
Noch ein Wort zum Schnitt. Das Hemd gibt es mit Rundkragen oder als Polohemd mit Reiß‑ verschluß-Kragen. Beide Varianten haben lan‑ ge Ärmel mit Strickbündchen als Abschluß.
Ebenso haben beide Arten einen sehr langen
Rückenteil, so daß absolut keine Spalten entstehen können.
Die lange Hose besitzt ebenfalls als Bein‑ abschluß Strickbündchen, die weit auf den
Fuß reichen, sowie einen aufwendig verdeck‑ ten Entsorgungsschlitz.
Sämtliche Nähte sind auf Stoß aneinander‑ gesetzt, so daß keine drückenden Nähte vor‑ kommen. Wo sich Überlappungen nicht aus‑ schließen lassen, sind diese Stellen stets nach außen gedreht, um Druckstellen zu ver‑ meiden. Insgesamt ist die Verarbeitung sehr gut. Schäden traten keine auf.
Der einzige Mangel wird ab dem Herbst abge‑ stellt sein. Es war dies der untere Rand des Hemdes, der sich leicht nach oben rollte, wodurch das glatte Hineinschieben in die
Hose erschwert wurde.
Beim Kauf sollte man beachten, daß die ein‑ zelnen Größen relativ weit ausfallen. Bezugs‑ quelle ist der gute Fachhandel.
Auskunft erteilt die Generalvertretung Gustav
Junge, Eifelstraße 10, 5750 Menden 1, Tele‑ fon [téléphone].
Als Anhaltswert für den Preis der Term-dry‑
Kleidung gilt etwa 6 0 , ‐ DM für das Hemd mit rundem Halsausschnitt und ca. 5 8 , ‐ DM für die Hose.
Resümee: Durchaus empfehlenswert!
Jörg Riepenhusen (OUT)
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Fahren wir die Stinker der
Nahen?
Versuch einer Gegenüberstellung
Auto - Motorrad in Sachen Umweltschutz.
Bei einer Podiumsdiskussion in Camberg, an der Vertreter der Motorradindustrie und des BVDM teilnahmen, fiel der Hinweis, daß die
Industrie bislang nichts unternommen habe, um die Umweltfreundlichkeit des Motorrades in der Werbung deutlich herauszustellen.
Nun - da täte sich die Industrie wirklich etwas schwer. Der Hinweis, daß gesetzliche Grenz‑ werte eingehalten werden, besagt ja nichts über die Umweltfreundlichkeit eines Fahrzeu‑ ges, besonders dann, wenn besagte Grenz‑ werte Iasch sind [1]. Die Autoindustrie ist in Sachen Umweltschutz sehr viel weiter, sodaß ein Vergleich der Schadstoffemission von
Krafträdern und PKW interessant ist (über
Fahrgeräusche muß man, glaube ich, nicht lange diskutieren). Ein Vergleich scheitert üblicherweise an unterschiedlichen Test-zyklen und verwirrenden Angaben der Schad‑ stoffemission in g / t e s t oder g / k m .
Die Europatestzyklen ECE-R 15/04 für Autos und ECE-R 40 für Motorräder bieten jedoch den Ansatzpunkt für eine Gegenüberstellung.
Beiden Test2yklen liegt nämlich die gleiche
Fahrkurve zugrunde (vgl. Bild 1), die in guter
Näherung das Fahrverhalten im innerstädti‑ schen Verkehr beschreibt. Man könnte ein‑ wenden, daß diese Kurve nicht repräsentativ für Motorräder i